10.4.2013: Konkretisierungen zu Breisgau-S-Bahn 2020: Land hält an Elektrifizierung der Höllentalbahn fest
Landkreis – Wie geht es mit der Breisgau-S-Bahn 2020 weiter, nachdem das Landesverkehrsministerium auf dem Neujahrsempfang der Grünen in Emmendingen ein abgespecktes Programm mit Verbesserungen hauptsächlich auf den Freiburger Ballungsraum, ohne Erwähnung der Elektrifizierung der Höllentalbahn und nur vagen Aussagen zur Elektrifizierung der Kaiserstuhlbahn präsentiert hat? Der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Patrick Rapp MdL hat gemeinsam mit seinen CDU-Kollegen Marcel Schwehr (Wahlkreis Emmendingen), Guido Wolf (Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen) und Karl Rombach (Wahlkreis Villingen-Schwenningen) hierzu eine parlamentarische Initiative gestartet. Das Landesverkehrsministerium hat nun in der Beantwortung des Antrags (DRS 15/3125) mitgeteilt, dass die Elektrifizierung der Höllentalbahn grundsätzlich Bestandteil der Ausbaustufe 2018-neu sein soll, eine Entscheidung ob diese zeitnah umgesetzt werden kann fällt im Sommer 2013. Seitens des Landes wird auch die Beschränkung der Angebotsverbesserung auf den Ballungsraum Freiburg verteidigt. Die CDU-Abgeordneten forderten vom Verkehrsministerium (MVI) eine Gegenüberstellung der ursprünglichen Konzeption mit der nun vom MVI-abgespeckten Version. Für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ergeben sich bei der Taktung folgende Änderungen. Die Verbindung Freiburg-Hugstetten soll künftig zwei anstatt vier Mal pro Stunde angeboten werden, die Strecke nach Himmelreich drei anstatt vier Mal. Eine Verringerung im Gegensatz zur ursprünglichen Planung ist auch auf der Strecke Bad Krozingen-Müllheim sowie zwischen Müllheim und Basel (zwei anstatt drei Verbindungen) geplant. Die Überarbeitung der Vorplanungsergebnisse für den Infrastrukturausbau – auf Grund der erwarteten Kostensteigerungen vor allem bei der Breisach und Elztalbahn – dauere noch bis zum Sommer 2013 an, dann sollen Aussagen zum neuen Kostenrahmen möglich sein. Auf Grund der unterschiedlichen Fahrgastzahlen verteidigt, dass Landesverkehrsministerium die Konzentration der Angebotsverbesserungen auf den Ballungsraum Freiburg. „Wir brauchen akzeptable Lösungen und Angebotsverbesserungen nicht nur im Ballungsraum, sondern vor allem auch für den Ländlichen Raum, um die Attraktivität des Schienenpersonennahverkehrs zu steigern“, entgegnet Rapp. Höllentalbahn. Als positiv bewertet Rapp die Aussage des Verkehrsministeriums zur Elektrifizierung der Höllentalbahn zwischen Donaueschingen und Neustadt und dem damit verbundenen Lückenschluss zwischen Freiburg und Donaueschingen. Während in der im Januar vorgestellten Konzeption diese gar nicht mehr erwähnt wurde, erklärt das MVI nun. „Die Elektrifizierung zwischen Neustadt und Donaueschingen ist als Teil der Ost-West-Achse grundsätzlich Bestandteil der Ausbaustufe 2018-neu und soll entsprechend zeitgerecht umgesetzt werden. Die Vorplanungen für die östliche Höllentalbahn werden voraussichtlich erst im Sommer 2013 abgeschlossen sein, so dass auch erst dann ein vollständiger Überblick über die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen und die Kosten sowie zum Zeitplan vorliegen wird. Erst dann kann entschieden werden, ob die Elektrifizierung der östlichen Höllentalbahn zeitnah umgesetzt werden kann“, so das MVI in seiner Antwort auf die parlamentarische Anfrage.
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